Von der Theosophie zur Anthroposophie.

Rolf Speckner. Von der 'Theosophie zur Anthroposophie'. Privatdruck 2016

1902 haben sich eine Reihe von deutschen Zweigen der Theosophischen Gesellschaft zusammengeschlossen. Diese Zweige existierten schon, bevor Rudolf Steiner zur Theosophischen Gesellschaft stieß. In Hamburg wurde zu Ostern 1898 ein Zweig der Theosophischen Gesellschaft (Adyar) gegründet. Er gehörte zu dessen "Europäischen Sektion" mit Sitz in London. Damals nannte man die Zweige noch "Logen", englisch "lodges". Sie waren aber keine Logen im freimaurerischen Sinne, sondern der Pflege theosophischer und später anthroposophischer Fragen und Lehren gewidmet. Die Mitglieder beobachteten daher das Erscheinen Rudolf Steiners in der theosophischen Szene mit wachen Augen. Hamburger Mitglieder waren auch dabei, als sich Rudolf Steiner im Sommer 1902 in London vorstellte. Sie kannten ihn bereits aus Hamburg, denn die Gräfin Brockdorf hatte dem Hamburger Zweigleiter Herrn Hubo 1901 geschrieben, sie hätten da einen jungen begabten Vortragsredner, den solle er unbedingt einmal einladen... .

  Mit den Augen der Mitglieder verfolgt der Verfasser Rudolf Steiners Aufstieg in der Theosophischen Gesellschaft, die Einrichtung einer deutschsprachigen Sektion der Esoterischen Schule sowie Rudolf Steiners Bruch mit Annie Besant. Da man die Geschichte eines Zweiges nur aus dem Gesamtverlauf der Theosophischen Bewegung verstehen kann, sind mit einigen Ausnahmen alle großen Ereignisse im Leben der deutschen Sektion beschrieben. Der Aufbau der E.S. und ihre rosenkreuzerische Wirkungsart konnten deutlich gegriffen werden. Auch die Anfänge von Rudolf Steiners Freimaurerei und deren Charakteristik werden detailliert gekennzeichnet.

Der Autor hat viele bisher unbekannte Dokumente in den Archiven in Dornach, Hamburg, Göttingen, Leipzig, Wuppertal und Nürnberg gefunden, Darunter auch Dokumente, die belegen, dass Wilhelm Hübbe Schleiden und Annie Besant die deutsche Sektion und deren Lehrer nicht mehr in der Theosophical Society dulden konnten. Es sollte nur eine Quelle für das okkulte Leben geben: die der nordindischen Schule. In einem Brief gab Annie Besant vor, wie Hübbe Schleiden vorgehen solle, um einen Ausschlußgrund zu konstruieren. Hübbe Schleiden hat diese Blaupause im Herbst 1912 verwirklicht. 

Das Buch ist erhältlich bei: Anthroposophische Gesellschaft, Zweig am Rudolf Steiner Haus, Mittelweg 11-12. Der Preis beträgt 22,--. Während der Sommerferien auch bei Rolf Speckner, Steenkamp 17, 22607 Hamburg.

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